Schwerwiegende substanzielle Mängel der Wohnanlage Wilhelmstraße 2-6, Mehringplatz 12-14, Friedrichstraße 245-246 in Berlin-Kreuzberg

Diese Liste ist noch sehr unvollständig!

1. Rattenkeller

Der Keller in der Wilhelmstraße 3 wurde bis heute vom Gesundheitsamt wegen nicht beseitigter Mängel nicht freigegeben zur Benutzung.

Die anderen Keller in der Wilhelmstraße 2, 4, 5, 6 sind feucht und nicht zur Aufbewahrung von Wohnungssachen, z.B. Werkzeug, Vorräte, alte Möbel geeignet. 

2. Fehlende Instandsetzung der Sanitärstränge

Es gibt immer wieder Rohrbrüche in den Wohnungen und über den Luftgeschossen mit schweren Folgen wie Schimmel in den Wohnungen bis zur Unbewohnbarkeit dieser. Es wurden 2005 einzelne Strangsanierungen in den Wohnungen, z.B. vom 1. bis 6. OG oder vom 5. bis 16. OG durchgeführt. Es ist völlig unübersichtlich, wo etwas passiert ist.

Das weiß nur der Vorvoreigentümer, die Me-Ri GbR mit der Hausverwaltung Hermes, der mit Wirkung zum 02.12.2005 verkauft hatte.

Aufgrund der wohl geringwertigen Erstellung der Häuser durch die Mosch KG sind die ursprünglich eingebauten Sanitär-Materialien marode.

3. Stark veraltete Elektroanlagen im gesamten Haus

In fast allen Wohnungen sind noch die alten Alu-Flachkabel-Verlegungen vorhanden. Hierbei handelt es sich um alten Bestandsschutz, der so heute elektrisch gar nicht mehr gebaut werden darf. In den meisten Wohnungen ist nicht einmal die klassische Nullung verbaut. Das heißt der Schutzkontakt in Schukosteckdosen ist nicht an die N-Leitung der Versorgung angeschlossen. Man gaukelt hier mit den Schukosteckdosen die Schutzklasse 1 nur vor! Die Gefahr eines elektrischen Schlages bei defekten Schutzklasse-1-Geräten ist möglich! Des weiteren sind dadurch keine FI-Schutzschalter für Bad oder Küche möglich!

4. Asbest auf den Fußbodenflächen in den Wohnungen

In diversen Wohnungen gibt es unter Teppichen und Laminat noch die 1972 verlegten asbesthaltigen Flexplatten mit asbesthaltigem Kleber.

Auch leerstehende Wohnungen von Altmietern beinhalten den Asbest.

Sie wurden nicht saniert.

5. Kaputte Aufzüge in der Wilhelmstraße 6

Die Aufzugskabinen sind ständig stark verschmutzt und beängstigend klein mit ihrem dunklen Anstrich. Das Licht fällt öfters aus. Sie bleiben öfters stecken. Sie müssen ständig repariert werden, so dass sie dann nicht benutzbar sind.

Die Anzeigen in und vor den Aufzügen funktionieren nicht, so dass man nicht weiß, wo man ankommt. Die Ankunft auf einer Etage wird mit kräftigem Rütteln angekündigt, so dass man glaubt, man fällt gleich ein paar Etagen tiefer.

6. Erforderliche Betonsanierung an den Stützen der Luftgeschosse

14.07.2020: Antwort der Bauaufsicht auf eine Anfrage hinsichtlich der Sicherheit:

„Der Sachverhalt wurde 2018 von uns geprüft. Wir sind aufgrund der beigelegten Bilder zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Gefährdung der Standsicherheit ausgeschlossen ist. Die Ablösungen sind infolge mangelnder Betondeckung entstanden und nur am äußeren Bewehrungsbereich sichtbar.

Allerdings muss der Eigentümer hier sicherlich mittelfristig eine Betonsanierung der angesprochenen Stellen vornehmen, …….“

7. Stolperfallen auf den Wegen im Außengelände

Der Verkehrssicherungspflicht wird nicht nachgekommen.

Das begehbare Außengelände der Wohnanlage ist mit vielen Stolperfallen versehen. Dies betrifft besonders gehbehinderte BewohnerInnen. Die barrierefreien Zugänge zu den Hauseingängen sind nicht gegeben.

Die Bodenbeläge der Wege und der Zufahrten sind kaputt.

Die Hauseingänge Mehringplatz 12-14 mit Ärzten im 1. OG sind nur über eine Stufe erreichbar.

Die Hauseingänge Wilhelmstraße 2, 4 und 5 sind nur über Stufen oder Rasengittersteine erreichbar.

8. Kinderspielplätze komplett unzureichend

Schon 1971, z.Zt. unserer Baugenehmigung, forderte die Bauordnung von Berlin 2,5 qm Kinderspielplatz pro Wohnung = 825 qm.

Es sollten Kleinkinderspielplätze und ab 150 Wohnungen auch Spielplätze für ältere Kinder angelegt werden.

Wir haben jetzt einen Kleinkinderspielplatz von ca. 220 qm mit verdrecktem Sand, der seit ca. 10 Jahren nicht erneuert wurde und einen Bolzplatz für ältere Kinder von ca. 400 qm, der mit einem Bauzaun seit über 10 Jahren abgesperrt ist.

Nach der heutigen Bauordnung müssten bei 330 Wohnungen 1.320 qm Spielfläche mit verschiedenen Spielbereichen für alle Kinder zur Verfügung stehen.

Unsere Kinder müssen ausweichen auf die öffentlichen Spielplätze, die hier rundherum überlaufen sind.

Zudem wurde eine Außenanlagefläche auf unserem Grundstück vermietet an einen privaten Kindergarten im Haus Wilhelmstraße 3, der den Kindern der Wohnanlage nicht zur Verfügung steht.

Dies widerspricht allen gesetzlichen Vorgaben.

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